Arte Mix ø Trabendo

Elektronische Musik

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„Es ist nötig, aus diesem beschränkten Kreis von reinen Tönen auszubrechen und die unendliche Vielfalt der Geräusch-Töne zu erobern.“ 

Diese Forderung des Futuristen Luigi Russolo aus dem Jahr 1913 hat sich mittlerweile erfüllt.Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hielten elektronische Klänge Einzug in die Kinofilme der 1950er Jahre – auch dank der von ihren Namensgebern Leon Theremin und Maurice Martenot erfundenen außergewöhnlichen Instrumente. Der Moog-Synthesizer existierte zu diesem Zeitpunkt nur als Prototyp.

Parallel dazu bereicherten Pierre Schaeffer in Frankreich und Karlheinz Stockhausen in Deutschland die Geschichte der zeitgenössischen Musik um elektronische und aufgezeichnete Klänge. Der Acid Rock der 1960er Jahre sowie anschließend der Fusion Jazz und der Krautrock der 1970er Jahre sorgten noch vor dem großen Disco-Boom für die Verbreitung synthetischer Klangteppiche. Unter dem Einfluss von Kraftwerk erfanden Produzenten in Detroit den Techno-Sound, während in Chicago die House-Musik das Licht der Welt erblickte und aus allen Radiolautsprechern New Wave drang.

 

Ende der 1980er Jahre fanden in Europa, genauer gesagt in Manchester, die ersten improvisierten Raves statt. Ibiza tanzte im Rhythmus der Nacht und Berlin wurde zur Hauptstadt des Techno, während man in London mit Hardcore und Jungle eine deutlich härtere Gangart fuhr.

 

In Frankreich exportierten Daft Punk, Air und Cassius Mitte der 1990er Jahre einen unverwechselbaren, mit Jazz- und HipHop-Elementen versehenen Musikstil, den „French Touch“. Die 2000er Jahre waren zweifellos das Jahrzehnt des Dubsteps, dank dessen Hilfe die amerikanische Jugend, die mit HipHop und R’n’B groß geworden war, die Dance Music für sich wiederentdeckte.

 

Heute teilt sich die elektronische Musik in unzählige Sub-Genres auf, eines faszinierender als das andere.