Jerusalem International Chamber Music Festival

Alles Gute, Antonín Dvořák!

Baiba Skride

Wir singen den Schlager „Aus Böhmen kommt die Musik“ und gratulieren dem böhmischen Komponisten Antonín Dvořák zum 175. Geburtstag. 

Lebhafte und beschwingte Musik hat auch ihn berühmt gemacht: Im Jahr 1878 schrieb er die „Slawischen Tänze op. 46“. Ausgerechnet zwei Deutsche haben den Böhmen zu dem Werk angeregt. Johannes Brahms machte seinen Verleger Fritz Simrock auf Antonín Dvořák aufmerksam. Simrock hatte einen guten Riecher: nationale Tänze aus Osteuropa waren im Trend. Nach den Ungarischen Tänzen von Brahms, wollte er Ähnliches von Dvořák ins Programm nehmen. Die „Slawischen Tänze“ waren ein Hit. Alle Dirigenten mit Rang und Namen wollten sie mit ihrem Orchester aufführen. Für Simrock war das Werk eine wahre Goldgrube. Und Dvořák? Der bekam nur 300 Mark.

Noch heute sind die „Slawischen Tänze op. 46“ beliebt: Die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle spielten die „Slawischen Tänze“ beim Lucerne Festival 2016 – zu sehen auf ARTE Concert!

Neues Klavierquintett in gleicher Tonart

1887, also fast zehn Jahr später, kramte Antonín Dvořák sein frühes „Klavierquintett, op. 5“ von 1872 hervor, um es zu bearbeiten. Der Komponist war aber so unzufrieden mit dem 15 Jahre alten Klavierquintett, dass er einfach ein neues Werk in gleicher Besetzung, Tonart und Anlage schrieb: Das „Klavierquintett A-Dur, op. 81“. Und siehe da, es feierte internationale Erfolge.

Am Samstag, den 10. September 2016 wird das „Klavierquintett A-Dur, op. 81“ im Livestream auf ARTE Concert zu sehen sein. Beim Abschlusskonzert des Jerusalem International Chamber Music Festival spielen es Menahem Pressler (Klavier), Baiba Skride und Benny Peled (Violine), Krzysztof Chorzelski (Bratsche) sowie Julian Steckel (Cello).

Foto: Baiba Skirde © Marco Borggreve