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Pénélope - Oper in drei Akten von Gabriel Fauré

Wie "Benvenuto Cellini" und "Sacré du Printemps" gehört "Pénélope" zu den Werken, die zur Eröffnung des Théâtre des Champs-Elysées im Frühjahr 1913 aufgeführt wurden. Die Musik spiegelt die Fülle der Natur wider und die Blasinstrumente (insbesondere die Blechbläser) zeichnen poetische, sehnsüchtige Motive nach. Diese Welt hat Gemeinsamkeiten mit denjenigen von Claude Débussy und Richard Wagner (Gabriel Fauré war mehrfach in Bayreuth und komponierte „Pénélope“ für die große Opernsängerin Lucienne Bréval, die Brunhilde, Kundry und Griseldis verkörperte), jedoch ohne in deren melancholische Ausdrucksweise zu verfallen.

Olivier Py, der Regisseur, und Pierre-André Weitz, der Bühnenbildner dieser Neuproduktion präsentieren uns eine lebensnahe und doch traumgleiche Interpretation dieses Werkes. Phantasmen und Traumwelt stellen „die erschütternde politische Metapher“ infrage. Dazu nutzen die beiden Schöpfer dieser Inszenierung die Ausdrucksmöglichkeiten mehrerer Drehbühnen. Olivier Py nimmt auch Anleihen in der Mythologie, im Anklang an die Epoche, in der die Oper entstanden ist, und taucht ein in die abwartende Stimmung, die zu diesem Zeitpunkt herrschte. Aber im Unterschied zum Werk von Dukas („Ariane et Barbe-Bleue“) ist das beharrliche Warten von Pénélope von Erfolg gekrönt, denn das Paar findet sich am Ende wieder, was typisch für das ausgehende 19. Jahrhundert ist. Wie so oft hat er mit seinem Stamm-Bühnenbildner Pierre-André Weitz ein gewagtes und sich ständig in Bewegung befindliches, aus mehreren Drehbühnen bestehendes Universum erdacht. Es erlaubt eine Fülle von Bildern; dabei ist das Bühnenbild insgesamt optisch in Wasser getaucht. Keine moderne Umsetzung also, sondern ein zeitlose Annäherung in den Farben des Symbolismus und mit einigen Rückgriffen auf homerische Elemente.

Inhalt:
Seit 20 Jahren wartet Pénélope (Penelope) auf die Rückkehr von Ulysse (Odysseus), ihrem Ehemann und König von Itaca. Den Freiern, die sie umringen, hat sie versprochen, einen von ihnen zu heiraten, sobald sie einen Teppich fertig gestellt hat, der dereinst den Körper ihres Schwiegervaters Laërte (Laertes) umhüllen soll, wenn er stirbt. Aber sie löst nachts wieder auf, was sie tagsüber gewebt hat. Als die Freier ihre List durchschauen, bedrängen sie sie. Sie soll einen Gemahl und damit einen König erwählen. Doch da kommt ein Bettler in den Palast…


Foto © Klara Beck

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Mit :
  • Anna Caterina Antonacci - Pénélope
  • Marc Laho - Ulysse
  • Élodie Méchain - Euryclée
  • Sarah Laulan - Cléone
  • Kristina Bitenc - Mélantho
  • Rocío Pérez - Phylo
  • Francesca Sorteni - Lydie
  • Lamia Beuque - Alkandre
  • Jean-Philippe Lafont - Eumée
  • Edwin Crossley-Mercer - Eurymaque
  • Martial Defontaine - Antinoüs
  • Mark Van Arsdale - Léodès
  • Arnaud Richard - Ctésippe
  • Camille Tresmontant - Pisandre
  • Dirigent/-in : Patrick Davin
  • Kostüme : Pierre-André Weitz
  • Chor : Choeurs de l'Opéra national du Rhin, Maîtrise de l'Opéra national du Rhin
  • Komponist/-in : Gabriel Fauré
  • Bühnenbild / Ausstattung / Bauten : Pierre-André Weitz
  • Libretto : René Fauchois
  • Licht : Bertrand Killy
  • Inszenierung : Olivier Py
  • Orchester : Orchestre symphonique de Mulhouse
  • Fernsehregie : Stéphane Vérité
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