Koudlam au festival 36h St Eustache 2015
Koudlam beim Festival 36h St Eustache 2015 Die Nacht legt sich über Paris. Rund 1.000 Nachtschwärmer haben sich für ein einmaliges musikalisches Erlebnis in der Kirche Saint-Eustache eingefunden.  Koudlam beim Festival 36h St Eustache 2015
Festival 36h Saint Eustache

Koudlam beim Festival 36h St Eustache

Die Nacht legt sich über Paris. Rund 1.000 Nachtschwärmer haben sich für ein einmaliges musikalisches Erlebnis in der Kirche Saint-Eustache eingefunden. Gleich zu Beginn seines einmaligen Sets huldigt der Jungstar des Labels PanEuropean einem Altmeister: Sein Intro ist eine Neuinterpretation der „h-Moll-Messe“ von J.S. Bach (Bam!) – mit einem Korg-Synthesizer und einem Dutzend Drumpads.

Die außergewöhnlichen dicht gewebten Klangteppiche, die Koudlam an diesem Abend schafft, profitieren bestens von der besonderen Akustik des Gotteshauses. An der Kirchenorgel sitzt Arnaud Roulins (Pianist bei Poni Hoax) zur meisterhaften Begleitung von Sänger Gwen, dessen ergreifender Gesang dadurch nur noch mehr Gänsehautpotenzial entfaltet. Ur-Klänge und wilde Beats: „Garden“ und „The Landsc Apes“ klingen wie der Soundtrack zur Entstehung des Universums, zur Geburt aus dem Nichts. Wie die Filmmusik zum Urknall, wie eine Hommage an den Schöpfer des Universums.

In Saint Eustache traten bereits die Rock-Urgesteine Pierre Henry und Patti Smith auf. Einige Jahre später ist auch bei Koudlam ein Verlangen nach Reinigung zu spüren, eine unbändige Lust, die Wolken zu durchbrechen. Die Trost suchenden, leidenden Klänge verhallen nicht ungehört. Der Allmächtige wacht über seinen verlorenen Sohn.

Foto © Romain Gaudin

  • Produzent/-in : Le Phar
  • Regie : Nils Aelred, Hugo Jouxtel
  • Ton : François Clos