Egyptian Project au festival Les Suds à Arles 2016
Egyptian Project beim Festival des Suds in Arles 2016 Egyptian Project sind die kulinarische Kombination, mit der man nicht gerechnet hätte und die die Resteverwertung zur höchsten Kunstform erhebt. Egyptian Project beim Festival des Suds in Arles 2016
Festival Les Suds in Arles

Egyptian Project auf dem Suds à Arles

Sonntagabend, der Kühlschrank ist so gut wie leer, die Lebensmittelläden sind geschlossen und der klamme Geldbeutel verbietet den Griff zum Telefonhörer, um den Lieferservice kommen zu lassen. Jetzt heißt es improvisieren und kulinarische Kombinationen entwerfen, die in einer Welt voller Überfluss niemals zueinander gefunden hätten. Und am Ende womöglich ziemlich lecker sind ...

In einem musikalischen Ökosystem, dem es seit Beginn des Computerzeitalters an neuen Impulsen fehlt, sind Egyptian Project die kulinarische Kombination, mit der man nicht gerechnet hätte und die die Resteverwertung zur höchsten Kunstform erhebt. Eine gekonnte Mischung aus Sufi-Musik und Trip-Hop-Beats und -Arrangements kennzeichnet den Sound der französisch-ägyptischen Formation, die sich einer orientalisch-musikalischen Globalisierungsströmung verpflichtet sieht, wie sie von Acid Arab oder auch Bachar Mar-Khalifé verkörpert wird. Dieses bunte kulturelle Mischmasch findet sich auch auf ihrem bislang einzigen Album Ya Amar.

Und während die Qualität der musikalischen Resteverwertung bei anderen bisweilen durchaus zu wünschen übrig lässt, haben Egyptian Project ihr ganz persönliches Erfolgsrezept zusammengerührt, das nicht nur den Musikhunger befriedigt, sondern auch noch höchst bekömmlich ist. Auf der Bühne des Festivals Les Suds à Arles darf man gerne eine Kostprobe nehmen.

Foto © DR

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