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Deep Field

Die Auftragskomposition für das Ballett am Rhein wurde im Jahr 2014 zu einem Theaterereignis, wie man es im deutschen Tanz nur selten erlebt. Neben Mitgliedern der Düsseldorfer Symphoniker und Gastmusikern, war auch der WDR Rundfunkchor Köln zu hören, eines der namhaftesten deutschen Vokalensembles, das aufs Engste mit der Aufführung zeitgenössischer Werke vertraut ist.
„Ich finde, dass mindestens ein Drittel des Spielplans mit zeitgenössischer Musik oder mit zeitgenössischen Künstlern zu tun haben muss. Mir war es einfach wichtig, dass wieder jemand beginnt, für Ballett zu komponieren.“ Diesem Credo von Martin Schläpfer, Chefchoreograf und Künstlerischer Direktor des Balletts am Rhein Düsseldorf Duisburg, hat die Tanzwelt ein grandioses zeitgenössisches Meisterwerk zu verdanken: DEEP FIELD. Zehn KLANGbelichtungen einer METAmorphose, Musik von Adriana Hölszky, Choreografie von Martin Schläpfer, Medien-Licht-Skulptur und Kostüme von rosalie.

In DEEP FIELD treffen Neue Musik und zeitgenössisches Ballett kongenial aufeinander. Choreograf und Komponistin scheinen wie Seelenverwandte verbunden, wirken doch Hölszkys Kompositionen ähnlich wie Martin Schläpfers Choreografien wie Seismographen, die in unsere Zeit hineinhorchen, sich geradezu schutzlos ihren Widersprüchen und Gefährdungen ausliefern. Die Klangwelt der Komponistin öffnet für Bühne und Tanz schier endlose Räume, Farben und Nuancen, Schläpfers Choreografie verkörpert und vertieft diesen akustischen Kosmos bis in die kleinste Faser tänzerischer Bewegungen – eine Musikalität, die man physisch mitfühlen kann und die sich direkt überträgt. Nicht  zuletzt dank der fulminanten Technik und Intensität der 42 Tänzerinnen und Tänzer der Ballettkompagnie am Rhein. Hier sind alle Ensemblemitglieder Solisten, vertraglich und auf der Bühne, und sie  glänzen in virtuosen Soli, Duos, Trios,  also in den für Schläpfers Choreografen-Stil so typischen „Fragment-Schichtungen“. Als homogene, expressive Gruppe faszinieren sie in Ensembleszenen zwischen Trance und Traum ─ mit archaischer Kraft oder Ruhe. 


Besetzung:
Musik: Adriana Hölszky 
Choreographie: Martin Schläpfer
Musikalische Leitung: Wen-Pin Chien
Medien-Licht-Skulptur und Kostüme: rosalie
Licht: Thomas Diek
Chorleitung: Denis Comtet
Leitung Tonaufnahme und Klangregie: Otto Kränzler
Dramaturgie: Anne do Paço
Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg
WDR Rundfunkchor Köln
Düsseldorfer Symphoniker & Gäste
Fernsehregie: Annette von Wangenheim
Produktion: 7T1 Media GmbH




>> Am Montag, 26. September um 00.55 Uhr wird das Porträt "Feuer bewahren - Nicht Asche anbeten" - Der Choreograf Martin Schläpfer ausgestrahlt. (s. unten)
Martin Schläpfer zählt zu den bedeutendsten Tanzschöpfern Europas. Sein Ballett am Rhein erreicht die unterschiedlichsten Zielgruppen im In- und Ausland. Preise häufen sich. Schläpfers sensible und hochmusikalische Tanzkunst kommt an, wirkt verstörend und beglückend zugleich. Zum ersten Mal schaut ein Porträt auch hinter die "persönlichen Kulissen" dieses Ausnahmekünstlers.

 

Foto: Sonny Locsin, Michael Foster, Yuko Kato, Ann-Kathrin Adam © Gert Weigelt