Trailer ARTE Concert

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Mittwoch, 9. Juli um 15:30 Uhr

Orchestre National de France

Das Orchestre national de France spielt Rossinis Petite Messe Solennelle

Obwohl Gioacchino Rossini bereits im Alter von 34 Jahren das Komponieren an den Nagel hängte, schrieb er als Siebzigjähriger auf Bitte des Grafen Alexis Pillet-Will die Petite messe solennelle. Die zunächst für zwölf Sänger gedachte Partitur (daher das bescheidene Adjektiv „klein“) wurde ein Jahr nach der Bestellung uraufgeführt. Später arrangierte Rossini im Geheimen eine Orchesterfassung, die jedoch erst nach seinem Tod an die Öffentlichkeit kam. Heute Abend wird diese „Große Messe“ gespielt, die jedoch immer ihre ursprüngliche Bezeichnung beibehielt. Die musikalische Leitung hat Daniele Gatti, mit den Sängern des Wiener Musikvereins und dem Orchestre national de France.

 

Die „kleine Messe“, feierlich und sehr persönlich, ist weit weniger bekannt als Rossinis andere Messe, das Stabat Mater. Beachtet bleibt sie dennoch, denn es gelang dem Meister der Komischen Oper, sich das Genre und dessen Methodik zu eigen zu machen und ein tiefes, leuchtendes Werk zu schaffen. Seine „Alterstodsünde“, wie Rossini seine „Petite messe solennelle“ bezeichnete, richtete er an Gott selbst. Die ausgereifte Harmonie der Partitur steht unter dem Einfluss seiner Bach-Studien, lehnt sich aber auch an Chopin und Berlioz an; letzteren entdeckte er in Paris. In der „kleinen Messe“ entfernt sich Rossini von seinen italienischen Wurzeln – zum Missfallen Verdis, der beim Hören sagte, es wäre ihm lieber gewesen, Rossini hätte weniger dazugelernt ...

 

Der Musikverein ist das dritte Ensemble, mit dem Daniele Gatti, der musikalische Leiter des Orchestre national de France, diese Messe dirigiert.

 

Photo © Cha Già José 

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