Trailer ARTE Concert

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Mittwoch, 22. Januar um 00:00 Uhr

Das Concerto für Klavier Nr°1 von Brahms in La Roque d’Anthéron

Das 1. Klavierkonzert von Johannes Brahms hängt untrennbar mit der tiefen Verbundenheit des Komponisten mit Robert Schumann zusammen. Schumann regte den jungen Brahms 1853 dazu an, sich der sinfonischen Musik zuzuwenden. Nach dem Selbstmordversuch des Meisters im Jahre 1854 begann Brahms mit der Komposition des 1. Klavierkonzerts. Schumann starb, bevor es fertiggestellt wurde. Die Interpretation seiner Witwe Clara sollte der Partitur schließlich zum Erfolg verhelfen.

 

Bei der ersten Aufführung 1859 in Hannover saß Brahms selbst am Klavier, und die Reaktion des Publikums war verhalten. Zwar erkannte es sein Talent als Pianist an, konnte das Stück jedoch schwerlich als Klavierkonzert akzeptieren: Tatsächlich ähnelte es vielmehr einer Sinfonie mit Klavierpart. So hatte Brahms es auch ursprünglich konzipiert und erst dann zum Klavierkonzert umgeschrieben, als er die Notwendigkeit des Instruments für die Partitur erkannte. Die zweite Aufführung wenige Tage darauf in Leipzig verlief dramatischer. Brahms wurde heftig ausgepfiffen, der Abend geriet zum absoluten Fiasko.

 

Die junge bulgarische Pianistin Plamena Mangova hat das 1. Klavierkonzert 2010 mit dem Orchestre National de Belgique eingespielt. In La Roque d’Anthéron darf man sich auf ihre Interpretation mit der Sinfonie Varsovia unter Leitung von Jacek Kaspszyk freuen.

 

Foto Plamena Mangova © Orchestre National de Lille