Amon Amarth au Hellfest 2016
Amon Amarth beim Hellfest 2016 Die 1992 gegründete Band hat seit ihrem Debüt nicht weniger als 10 Alben veröffentlicht.  Amon Amarth beim Hellfest 2016
Hellfest

[Archiv] Amon Amarth beim Hellfest

Die Schweden sind schon ein komisches Völkchen: Auf der einen Seite haben sie mit ABBA die Quintessenz der modernen Popmusik hervorgebracht, auf der anderen Seite kommen aus dem skandinavischen Land einige der extremsten (und damit interessantesten) Metal-Bands der Welt.

Während ABBA den angepassten und harmlosen Teil der schwedischen Identität repräsentieren, setzen Amon Amarth eher auf das Erbe der Wikinger. Die 1992 gegründete Band – deren Name in Sindarin, einer von Tolkien für den Herrn der Ringe erfundenen Kunstsprache, so viel bedeutet wie „Schicksalsberg“ – hat seit ihrem Debüt nicht weniger als 10 Alben veröffentlicht, das jüngste 2016 unter dem Titel Jomsviking. Doch auch wenn die Formation bis in die Spitzen ihrer imposanten Bärte den Wikinger heraushängen lässt, weist sie das Label „Viking Metal“ weit von sich und sieht sich ganz in der Tradition des Death Metal.

Wortklauberei, sagt sich jetzt vielleicht der eine oder andere Metal-Neuling (was macht der denn hier?), doch die Unterscheidung muss sein! Und Amon Amarth beweisen eindrücklich, dass man Wikinger sein und Metal spielen kann, ohne gleich in die Schublade Viking Metal gesteckt zu werden.

Photo © Gwendal Le Flem

  • Produzent/-in : Sombrero & Co
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