Africa Festival 2014: Fatouamta Diawara
Africa Festival 2014: Fatouamta Diawara Unerschrocken, unnachgiebig, unbändig – nichts kann die Energie der Fatoumata Diawara stoppen Africa Festival 2014: Fatouamta Diawara
Africa Festival Würzburg

Africa Festival 2014: Fatoumata Diawara

Unerschrocken, unnachgiebig, unbändig – nichts kann die Energie der Sängerin aus dem Süden Malis stoppen. Rhythmen aus Folk und Funk tragen ihre Botschaften in die Welt: Frieden für Mali, Schluss mit Zwangsheirat und Beschneidung - Träume von einem neuen Afrika. Ob mit reduzierter Performance oder mit wilden Tanzeinlagen: Fatoumata Diawara will mitreißen und überzeugen, sie glaubt fest an die Kraft der Kultur: „Was Politiker nicht können, schaffen vielleicht Künstler.“  

Fatoumata Diawara kam als Jugendliche nach Frankreich, spielte Theater und sang Afroballaden und Chansons in ihrer Muttersprache Bambara. Seit Beginn der Anschläge islamistischer Terroreinheiten in Mali engagiert sie sich verstärkt politisch. 40 malische Musiker hat sie vergangenes Jahr in der Hauptstadt Bamako zusammen getrommelt, um gemeinsam die Stimme zu erheben. Sie schrieb „Mali-Ko“, eine Friedenshymne für ihre Heimat in Afrika. 2013 spielte sie auf dem berühmten Glastonbury-Festival und stand beim jährlichen Treffen der Clinton Global Initiative gemeinsam mit den Roots auf der Bühne.

"Ich will für Afrika kämpfen" - Fatoumata Diawara im Interview

Sie will einen ganzen Kontinent auf ihren Schultern tragen und mit all ihrer Kraft für ihn kämpfen, hat aber stets ein Lächeln auf den Lippen: Mutig wendet sich Fatoumata Diawara gegen Frauenbeschneidung, gegen die Unterdrückung der Frau im Allgemeinen und gegen die schlechten Chancen der Kinder ihres Kontinents.

Die Künstlerin aus Mali ist davon überzeugt, dass Afrika nur dann eine Zukunft hat, wenn sich die Frauen des schwarzen Kontinents emanzipieren können und endlich mehr von ihnen in seine Entwicklung eingreifen, als Politikerinnen oder Unternehmerinnen -- oder als Musikerinnen wie sie selbst.

Das Interview ist auf Französisch. Interview: Nannette Stegner, BR.